America First - oder doch nicht?

America First - oder doch nicht?

Gestern Abend (24.2.) stand Donald Trump vor dem Kongress und verkündete das "goldene Zeitalter Amerikas". 18 Billionen US-Dollar an Investitionszusagen, historisch niedrige Arbeitslosigkeit, ein Wirtschaftsboom ohne Gleichen - so klang seine Version der USA. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal 2025 tatsächlich. Nur: es wuchs um 1,4 Prozent. Unternehmensgewinne sind stark, keine Frage. Aber die Bewertungen sind so hoch wie seit zehn Jahren nicht.

Was bedeutet "Bewertung" überhaupt? Ganz einfach: Wenn du eine Aktie kaufst, kaufst du nicht nur ein Unternehmen - du zahlst auch einen Preis dafür. Eine Aktie kann ein tolles Unternehmen repräsentieren und trotzdem zu teuer sein, weil alle anderen das auch wissen und den Preis schon hochgetrieben haben. Der S&P 500 wird aktuell zum 21,5-fachen der erwarteten Jahresgewinne gehandelt. Im Schnitt der letzten zehn Jahre waren es 18,8-fach. Das heißt: Du zahlst heute rund 14 Prozent mehr für den gleichen erwarteten Gewinn als im historischen Mittel.

Jetzt wird's konkret. Denn genau in dem Moment, in dem Trump seinen Boom verkündet, vollziehen einige der einflussreichsten Research-Häuser einen stillen Schwenk: weg von reinen US-Aktien, hin zu Europa, Japan und internationalen Märkten. Nicht weil Amerika schlecht ist - sondern weil diese Märkte deutlich günstiger bewertet sind, schneller wachsen könnten und weil für dich als deutschen Anleger noch ein zweiter Faktor ins Spiel kommt: der Euro.

Das erwartet dich:

•         Warum Trumps Boom-Erzählung und die echten Daten auseinandergehen
•         Welche Märkte günstiger bewertet sind - und warum das relevant sein könnte
•         Was der Euro mit deiner US-Rendite macht (und wie viel du durch Wechselkurseffekte verlieren kannst)
•         Konkrete ETFs und Instrumente, die in diesem Kontext diskutiert werden