Das Kupfer-Problem, das niemand lösen kann

Das Kupfer-Problem, das niemand lösen kann

Teil 3/3

In der zweiten Folge hatten wir uns die konkreten Profiteure des Infrastruktur-Umbaus angesehen und verstanden, warum Unternehmen, die Strom und Hitze bändigen, die heimlichen Machtzentren des Sektors sind. Doch selbst die beste Hardware nützt nichts, wenn die Basis der gesamten Kette wegbricht – und damit kommen wir zum großen Finale: dem Kampf um die Rohstoffe und die physischen Grenzen des Wachstums.

Die Mine, die es nicht gibt

Stell dir vor, du bist CEO eines Tech-Giganten. Du hast gerade 50 Milliarden Dollar für den Bau neuer KI-Rechenzentren bewilligt. Die Architekten sind beauftragt, die Kühlsysteme bestellt, die Stromverträge unterschrieben. Alles läuft nach Plan. Und dann sagt dir jemand: "Wir haben ein Problem. Es gibt nicht genug Kupfer."

Nicht, weil der Lieferant pleite ist. Nicht, weil die Logistik streikt. Sondern weil das Kupfer schlicht nicht schnell genug aus dem Boden kommt. Bildlich gesprochen: Die zusätzliche Mine, die du bräuchtest, um das wachsende Defizit zu decken, existiert noch nicht – und selbst wenn jemand heute anfinge zu graben, würde es nach Branchenregeln 15 bis 17 Jahre dauern, bis das erste Erz in relevanten Mengen gefördert wird.

Willkommen bei der unbequemen Wahrheit hinter dem "Physical World Upgrade": Viele Pläne und Investitionen gehen davon aus, dass die physischen Ressourcen rechtzeitig verfügbar sein werden. Aber das ist ein oft unterschätztes Risiko.

In dieser letzten Folge schauen wir uns die Risiken an, über die in den glänzenden Präsentationen der Infrastruktur-Anbieter niemand gerne spricht.

Das erwartet dich:

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