Die 121-Milliarden-Wette – Warum Tech-Konzerne plötzlich so viel Geld leihen müssen
Oracle rutscht zum ersten Mal seit über 20 Jahren in einen negativen freien Cashflow. Das klingt technisch, bedeutet aber: Nach allen Investitionen bleibt kein Geld mehr übrig – im Gegenteil, es geht drauf. Meta hat gerade 30 Milliarden Dollar Schulden aufgenommen – in einem einzigen Deal. Und die Kosten, um sich gegen einen Oracle-Zahlungsausfall zu versichern? Die haben sich seit September verdoppelt.
Willkommen in der neuen Realität der KI-Finanzierung. Seit September haben die großen Tech-Konzerne 121 Milliarden Dollar am Anleihemarkt eingesammelt. Anleihen sind im Grunde Kredite, die Unternehmen aufnehmen – nur, dass nicht eine Bank das Geld leiht, sondern Tausende Investoren. Diese bekommen dafür regelmäßig Zinsen und am Ende ihr Kapital zurück.
121 Milliarden in drei Monaten. Das ist das Vierfache dessen, was diese Unternehmen normalerweise in so kurzer Zeit aufnehmen. Der Grund? KI-Rechenzentren, die Hunderte Millionen Dollar kosten. Chips, die knapp sind und teuer. Eine Infrastruktur, die so gigantisch ist, dass selbst die reichsten Unternehmen der Welt nicht mehr nur mit ihrem Cashflow auskommen.
Was wie ein Goldrausch aussieht, macht Investoren zunehmend nervös. Denn erstmals zweifeln viele, ob sich diese Milliarden-Wetten jemals auszahlen werden.
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