„Dienstag wird Kraftwerkstag"

„Dienstag wird Kraftwerkstag"

Während du das hier liest, läuft ein Ultimatum ab. Donald Trump hat dem Iran bis Dienstagabend 20 Uhr Ostküstenzeit gegeben, die Straße von Hormus zu öffnen – ein Nadelöhr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, an der engsten Stelle nur 34 Kilometer breit. Es gibt zwar alternative Pipelines in Saudi-Arabien und den Emiraten, aber sie können nur einen Bruchteil der rund 20 Millionen Barrel ersetzen, die normalerweise täglich durch diese Meerenge fließen. Seit Anfang März ist der Tankerverkehr durch Hormus um mehr als 90 Prozent eingebrochen.

Trumps Ansage auf Truth Social: Dienstag werde „Power Plant Day and Bridge Day" – er drohte, Irans Kraftwerke und Brücken anzugreifen. Der Iran lehnte am Montag einen 45-Tage-Waffenstillstand ab und fordert stattdessen ein dauerhaftes Kriegsende.

Öl hat zuletzt die 112-Dollar-Marke überschritten – der genaue Preis schwankt derzeit stündlich. Gold steht nach einem heftigen Absturz auf rund 4.100 Dollar vor zwei Wochen inzwischen wieder bei knapp 4.700 Dollar. Die Internationale Energieagentur (IEA), die den globalen Energiemarkt überwacht, nennt die Hormus-Blockade die größte Angebotsunterbrechung in der Geschichte des Ölmarkts. Gut fünf Wochen Krieg, und ein US-Präsident, der NATO-Verbündete, Japan, Australien und Südkorea öffentlich kritisiert, weil sie sich nicht am Krieg beteiligen.

Das klingt nicht nach 2026. Das klingt nach einem Geschichtsbuch, das noch geschrieben wird.

Das erwartet dich:

Was die Theorie der „Vier Wendungen" wirklich besagt – und warum sie gerade erschreckend aktuell ist
Warum die Iran-Eskalation kein Einzelereignis ist, sondern in ein historisches Muster passt
Was historische Krisenphasen über Kapitalschutz lehren – und wie viel wovon