Wenn zwei Schockwellen aufeinandertreffen

Wenn zwei Schockwellen aufeinandertreffen

Der Software-Crash und was Anleger jetzt verstehen müssen

Im letzten Newsletter haben wir uns angeschaut, warum die Nominierung von Kevin Warsh zum designierten Fed-Chef für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten gesorgt hat. Die offenen Fragen über die künftige Geldpolitik – wird er dem politischen Druck nachgeben oder hart bleiben? – haben die bereits bestehende Nervosität an den Börsen weiter erhöht.

Doch dann kam Ende Januar ein zweiter Schock dazu, der eine ganz andere Qualität hat: Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Modell Claude, kündigte ein spezialisiertes Rechts-Plugin an. Was zunächst wie eine technische Produktneuheit klingt, löste in den Tagen darauf einen Kurssturz aus, der die Software-Branche erschütterte. Am 3. Februar, dem ersten vollen Handelstag nach der Ankündigung, brachen die Kurse massiv ein: Thomson Reuters verlor bis zu 19%, Relx (Eigentümer von LexisNexis) 15%, LegalZoom ebenfalls 18%. Analysten sprechen bereits vom "Claude Crash" und der "SaaSpocalypse" – eine Wortschöpfung aus SaaS (Software-as-a-Service, also Software als Abo) und Apokalypse.

Die zentrale Frage, die sich jetzt stellt: Ist das nur ein isoliertes Beben in der Legal-Tech-Ecke? Oder hängt dieser Absturz mit dem nervösen makroökonomischen Umfeld zusammen, das durch die Warsh-Nominierung und andere Faktoren verstärkt wurde?

Die kurze Antwort: Beides greift ineinander und verstärkt sich gegenseitig. Und genau das macht die Situation so gefährlich.

Das erwartet dich:

  • Warum der Anthropic-Schock nur bestimmte Unternehmen trifft – und welche
  • Wie das Makro-Umfeld diese Verluste dramatisch verschärft
  • Was das für deine Investments in Software-Aktien bedeutet

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