Starke Zahlen und dunkle Wolken

Starke Zahlen und dunkle Wolken

Was 15 US-Banken über Amerika verraten

Im Call der US-Großbank PNC fiel in dieser Woche ein Satz, der die ganze Berichtssaison zusammenfasst: „Die Wirtschaft brummt. Die Wolken sind so dunkel wie nie, aber die Wirtschaft ist immer noch stark.“

Beides stimmt. Das macht die Lage so schwer zu lesen.

Die Zahlen der Banken glänzen. JPMorgan setzt im Quartal 50,9 Milliarden Dollar um, Goldman Sachs steigert die Erträge im Aktienhandel um 72 Prozent. An der Börse interessiert das kaum jemanden. Seit Mitte September hat Bank of America rund 13 Prozent verloren, Morgan Stanley gut 12 Prozent, Goldman knapp 10 Prozent. Der breite US-Finanzsektor (ETF XLF) liegt seit Jahresbeginn bei knapp plus 1 Prozent, der S&P 500 bei knapp plus 12 Prozent (Stand 16. Oktober, während des US-Handels).

Ich habe die Transkripte von 15 US-Banken gelesen, die diese Woche berichtet haben, von JPMorgan bis zur Regionalbank M&T. Wer genau hinhört, versteht die Skepsis des Marktes. Die Banken bereiten sich auf etwas vor. In den Reden klingt das meist harmloser als in den Bilanzen.

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